Ratgeber Lungenemphysem
Informationen für Betroffene und Interessierte
Lungenemphysem
Ein Lungenemphysem ist eine chronische Erkrankung, die mit einer Überblähung der Lunge mit Luft einhergeht. Die Deutsche Lungenstiftung schätzt, dass rund 400.000 Menschen in Deutschland an dieser Erkrankung leiden. Vielfach sind es Raucher, die an einem Lungenemphysem erkranken.
Der für die Sauerstoffversorgung des Körpers notwenige Gasaustausch, d. h. die Aufnahme von Sauerstoff und die Abgabe von Kohlendioxid, findet in den Lungenbläschen (Alveolen) statt. Diese kleinen, traubenförmigen Gebilde befinden sich an den Enden der kleinsten Verästelungen der Bronchien (der sog. Bronchiolen). Sie sind von einer Vielzahl feinster Blutgefäße umgeben, über die der Gasaustausch vollzogen wird.
Durch das Lungenemphysem werden die Wände der Lungenbläschen zerstört. Es bilden sich aus zahlreichen kleinen einzelne, größere Blasen (sog. Bullae). Sie haben ein größeres Volumen; die für den Gasaustausch wichtige Oberfläche ist jedoch kleiner. Darüber hinaus passt in die Blasen mehr Luft, was bei der Ausatmung den Druck auf die Bronchiolen verstärkt. Können diese kleinen Verästelungen der Bronchien dem Druck nicht mehr standhalten, kollabieren sie und schließen so die Luft in den Blasen ein. Somit bleibt bei der Ausatmung mehr verbrauchte Luft zurück und es kann weniger sauerstoffhaltige Luft eingeatmet werden. Als Folge davon sinkt der Sauerstoffgehalt des Blutes ab: Die Betroffenen leiden an chronischer Atemnot.