Ratgeber Lungenemphysem

Informationen für Betroffene und Interessierte

Lungenemphysem: Symptome und Diagnose

Das Lungenemphysem ist eine Erkrankung, die sich in der Regel schleichend entwickelt und deren Symptome von den Betroffenen zunächst meist nicht bemerkt oder übersehen werden. Charakteristisches Hauptsymptom ist Atemnot, die zuerst nur unter körperlicher Belastung auftritt. Je weiter die Erkrankung jedoch voranschreitet, desto häufiger kommt es dazu, dass den Betroffenen auch schon bei geringer Belastung „die Luft wegbleibt“. Im weit fortgeschrittenen Stadium macht sich die Atemnot auch in Ruhephasen bemerkbar. Durch die Unterversorgung mit Sauerstoff können sich Zyanosen ausbilden. Dabei handelt es sich um eine leichte Blaufärbung der Haut, z. B. im Bereich von Lippen oder Fingernägeln. Weitere Symptome können u. a. Husten, ein aufgeblähter Brustkorb (sog. Fassthorax) oder Müdigkeit sein.

Besteht aufgrund des Anamnesegesprächs und der körperlichen Untersuchung der Verdacht, dass ein Lungenemphysem vorliegt, können weitere Untersuchungsmethoden herangezogen werden, um die Diagnose zu bestätigen oder zu widerlegen. Mit einem Lungenfunktionstest kann der Arzt abschätzen, inwieweit die Lunge bereits überbläht ist und wie groß das verbliebene Atemvolumen ist. Mit einer Röntgenuntersuchung kann das Lungenemphysem sichtbar gemacht werden: Auf der Röntgenaufnahme hebt es sich vom gesunden Lungengewebe durch eine hellere Färbung ab. Auch mithilfe einer Blutuntersuchung kann ein Lungenemphysem diagnostiziert werden. Dabei können z. B. die Konzentration der Blutgase ermittelt oder ein Alpha-1-Antitrypsinmangel festgestellt werden.

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