Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Lungenemphysem

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Lungenemphysem
Wissenswertes zum Lungenemphysem

Im Glossar zum Thema Lungenemphysem finden Sie wichtige Begriffe kurz und verständlich erklärt. Neben Erläuterungen zu Vorgängen im Körper wie z. B. dem Gasaustausch, die im Zusammenhang mit einem Lungenemphysem relevant sind, werden auch anatomische Begriffe ausgeführt.

Wissenswertes zum Lungenemphysem

Glossar

Alpha-1-Antitrypsin
ein Proteaseninhibitor

Alveolen
Lungenbläschen

Alveolarsepten
Wände der Lungenbläschen

Bronchien
Luftwege in der Lunge, die die eingeatmete Luft zu den Lungenbläschen leiten

bronchodilatatorisch
die Atemwege erweiternd

COPD
COPD steht für „chronic obstructive pulmonary disease”, zu deutsch: „chronisch-obstruktive Lungenerkrankung“.

Bronchiolen
kleinste Verästelungen der Bronchien, an deren Ende sich die Lungenbläschen befinden

Exazerbation
Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Patienten im Rahmen einer chronischen Erkrankung

Gasaustausch
Aufnehmen von Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft in den Körper und Abgabe des Kohlendioxids aus dem Blut über die Lungen nach außen

Proteasen
Enzyme, die zum einen der Verdauung von Eiweißen aus der Nahrung dienen und zum anderen bei Bedarf körpereigenes Gewebe abbauen können

Proteaseninhibitoren
Enzyme, die Proteasen hemmen und damit dem Abbau von körpereigenem Gewebe entgegenwirken, z. B. Alpha-1-Antitrypsin

Spirometrie
Untersuchungsmethode zur Lungenfunktionsprüfung

01. Juli 2020
Menschen mit COPD können Gymnastik im Wasser als Ergänzung oder Alternative zum Lungensport betreiben, um u. a. die Atemhilfsmuskulatur zu stärken.
  
12. August 2019
COPD geht häufig mit nächtlichen Atemaussetzern, der sogenannten Schlafapnoe, einher.
  
03. Juli 2019
Bei COPD-Patienten kann eine mögliche Ursache für die Erkrankung ein Alpha-1-Antitrypsinmangel sein.
  
15. Mai 2019
Nicht nur Rauchen, auch Passivrauchen erhöht einer Studie zufolge das Risiko an COPD erkranken deutlich.
  
13. März 2019
Ältere Patienten mit einer mittelschweren COPD haben ein erhöhtes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken.
  
Diagnose Lungenemphysem

Zur Diagnose eines Lungenemphysems erfolgt zunächst ein Gespräch mit dem Arzt, bei dem der Patient seine Symptome beschreibt. Erhärtet sich nach den ersten körperlichen Untersuchungen, wie dem Abhorchen und Abklopfen der Lunge der Verdacht, dass ein Lungenemphysem vorliegt, erfolgt in den meisten Fällen ein Lungenfunktionstest. Des Weiteren kann eine Röntgenaufnahme der Lunge gemacht werden, bei der sich das Lungenemphysem farblich vom gesunden Lungengewebe abhebt. Eine Blutuntersuchung oder eine Pulsoxymetrie können ebenfalls Aufschluss über eine mögliche Erkrankung geben. Eine Computertomografie gibt schließlich Auskunft darüber, wie stark die Entwicklung des Lungenemphysems bereits fortgeschritten ist.

Bei einem Lungenemphysem handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der sich aufgrund eines Abbauprozesses viele kleine Lungenbläschen zu voluminös größeren Blasen zusammenfinden. Dadurch verringert sich die Oberfläche der Lungenbläschen. Das erschwert den Gasaustausch und hat eine Verschlechterung der Sauerstoffversorgung zur Folge. Es kommt zu einem der typischen Symptome bei einem Lungenemphysem, der Atemnot. Tritt diese zu Beginn der Erkrankung meist nur bei körperlicher Anstrengung auf, kann sie für den Betroffenen im weiteren Verlauf auch im Ruhezustand zum Problem werden. Darüber hinaus kann es zu Hustenanfällen und Verfärbungen der Haut kommen.

Therapie Lungenemphysem

Die Therapie eines Lungenemphysems zielt vor allem darauf ab, ein Voranschreiten der Erkrankung zu verhindern. Da eine vollständige Heilung nicht möglich ist, soll die Lebensqualität der Betroffenen durch die Therapie bestmöglich erhalten bleiben. Die von einem Lungenemphysem Betroffenen sollten Nikotin und schadstoffhaltige Umweltbelastungen meiden. Des Weiteren besteht die Behandlung meist aus einem Zusammenspiel von Medikamenten und Physiotherapie. Ist die Krankheit bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, können Beatmungsgeräte eine mögliche Hilfe für die von einem Lungenemphysem Betroffenen sein. Aufgrund der geringen Anzahl an Spenderlungen ist eine Transplantation meist die letzte Option.